An der altehrwürdigen Stanford University werden wir von Martin Kotynek empfangen. Martin gehört zur «John S. Knight Journalism Fellowship», deren Ziel Innovationen, Unternehmertum und Führungskompetenz im journalistischen Bereich ist. Jedes Jahr erhalten zwanzig Medienschaffende aus der ganzen Welt die Möglichkeit, ihre Ideen zur Verbesserung der journalistischen Berichterstattung weiterzuverfolgen und an der Zukunft der Medien zu forschen.
Zwischen Hogwarts und Hacienda
Doch bevor es down to business geht, erhalten wir erstmal eine Führung über das weitläufige Gelände der Universität das eine eigene, in sich funktionierende Ortschaft ist. Die meisten Studenten wohnen auf dem 3.310 Hektar grossen Campus.
«Die Architektur des Campus wird durch quaderförmige Sandsteinbauten mit roten Dächern geprägt, die durch mit Rundbögen verzierte Arkadengänge verbunden sind. Im Kontrast mit dem für gewöhnlich hellblauen Himmel der Region geben sie dem Campus ein charakteristisches Aussehen.» So beschreibt Wikipedia Stanford. Für mich fühlt es sich an wie eine Mischung aus Hogwarts und Spanischer Hacienda.

Re-imagining the article for the digital age
Martins Projekt in Stanford dreht sich um die «Atomisierung», die Zerlegung von Nachrichten in kleine, sinnvolle Informationshappen, sogenannte Atome. Ein Atom ist wie ein Legostein, der aus einem Zitat, einem Satz, einem Foto oder einem Videoclip besteht. Jedes Bestandteil ergibt in sich einen Sinn, passt sich aber auch in ein Set von Atomen ein, die als ganzes eine Story ergeben.
Auf der Website der Stanford University finden sich mehr Informationen zur Arbeit von Martin sowie die Projekte aller Knight Fellows: http://knight.stanford.edu/fellows/class-of-2014
d.school: Institute of Design at Stanford
Besonders angetan hat es mir die d.school, Zentrum für Innovatoren (nicht Innovationen) in Stanford. Hier werden kreative Lernprozesse und neue Herangehensweise an alte Probleme gefördert. Re-Imagining the world, eben.
Prägend für die d.school ist David Kelley, Professor an derselben und Gründer von IDEO, der in den USA als führender Kopf im Design Thinking angesehen wird. Zu diesem Thema hat er auch verschiedene Bücher veröffentlicht, welche gemäss Martin Pflichtlektüre für alle Studenten in Stanford sind. Aktuellstes Werk: Creative Confidence.
Nach all der Kreativität in Stanford hat es LinkedIn, das wir gleich im Anschluss besuchten, schwer, Eindruck auf mich zu machen. Das einstündige Meeting im kargen Sitzungszimmer ist zwar informativ, aber eben, emotionslos. Deshalb beschränkt sich mein Beitrag zum weltweit grössten Social-Business-Network auf ein „Ich-War-Dort-Foto“.







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