Im Rahmen eines gemeinsamen Innovationsprogramms der Post, Ringier und der Mobiliar arbeite ich zur Zeit in Menlo Park im Silicon Valley. Was, wieso und warum erfahrt ihr hier.
Die Firewalls der Unternehmen haben die intelligenten Mitarbeiter in den Mauern der Unternehmen festgesetzt und die ebenso intelligenten Märkte ausgesperrt. Es wird schmerzhaft werden, diese Mauern niederzureissen. Doch das Ergebnis wird eine neue Form der Kommunikation sein, eine neue Art miteinander zu sprechen. Cluetrain Manifesto.
Der Hintergrund
Schon 1999, lange bevor Facebook, Twitter & Co. das Publizieren im Web für alle zum Kinderspiel machten und uns Smartphones ständigen Zugang zum Internet ermöglichten, sagte das Cluetrain Manifesto das Ende des Business as usual voraus. Die Vernetzung der Menschen würde die Mauern zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und Kunden zu Fall bringen. Tatsächlich wird heute täglich an diesen Mauern gekratzt – von Unternehmen bewusst gefördert oder ohne ihr Zutun. Wie also gehen Grossunternehmen wie der Post damit um, wenn anstelle ihrer One-Voice plötzlich 60‘000 Voices kommunizieren?
Das grosse Schulterzucken
Für meine Masterarbeit hatte ich letztes Jahr fünf Schweizer Grossunternehmen genau diese Frage gestellt – und zwar der Leitung der Unternehmenskommunikation und dem Verantwortlichen für Social Media des jeweiligen Unternehmen. Die Gespräche zeigten, dass zwar alle Unternehmen erkannt haben, dass ihre Mitarbeitenden im Social Web kommunizieren und sie ihnen dort als Botschafter auch eine bestimmte Wichtigkeit beimessen. Jedoch herrscht eine gewisse Rat- und Hilflosigkeit, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollen.
Das Projekt
Was bedeutet es also für ein Unternehmen, wenn es plötzlich die Kommunikationshoheit verliert bzw. sie an seine Mitarbeitenden abgibt? Wie kann es die Mitarbeitenden als Botschafter im Social Web aktivieren? Welche Unternehmenskultur oder -organisation ist Voraussetzung für diese neue Art der Kommunikation? Und wie kommen wir dahin? Diesen und vielen anderen Fragen gehe ich im Silicon Valley nach. Ich halte Ausschau nach Tools, Prozesse und Cases, von denen die Post lernen oder die sie adaptieren kann.
Und mehr
Natürlich laufe ich nicht mit Scheuklappen durchs Valley. Nebst meinem Projekt halte ich Ausschau noch innovativen Projekten und Ideen, die ich mit nach Hause bringen kann und lasse mich vom berühmten Valley-Spirit inspirieren.
Unter dem Hashtag #Jvalley berichten Evelyne (Mobiliar), Renée (Ringier) und ich auf Twitter und Instagram über unsere Jointadventures im Silicon Valley.


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