War for Talents: wenn Unternehmen sich beim Bewerber bewerben

Evelyne Koller, MobiliarGastbeitrag von Evelyne Koller, Leiterin Planung & Services Unternehmenskommunikation bei der Mobiliar und Teil unseres #Jointadventure Teams.

Fachkräftemangel, War for Talents: Kennen wir. Bedeutet, dass wir auf eine Stellenanzeige statt 100 nur 2-3 Bewerbungen erhalten.

Nicht so im Silicon Valley. Wer kann, zahlt horrende Löhne, bietet Aktienanteile und stellt sämtliche Mahlzeiten + Kleiderreinigung + Fitnesscenter + Friseur gratis zur Verfügung. Oder baut ein Start up auf und ködert mit Vision und Aktienanteilen. Die anderen kämpfen wirklich um gute Fachkräfte.

Swisscom ist im Valley ein kleiner Player. Michaela, die HR-Verantwortliche für den Outpost sucht neue Fachkräfte unter anderem über Hired.com. Hier stellen Jobsuchende im Bereich Tech und Sales ihr Profil online und beschreiben, was ihr künftiger Job beinhalten sollte und für welches Geld sie allenfalls zu haben wären. Der interessierte Arbeitgeber kann per Knopfdruck ein Gehalt bieten und kurz den Job beschreiben. Sofort erscheint eine Übersicht, wer sonst noch mitbietet und wie hoch deren Angebote sind. Wer will, erhöht sein Angebot sofort, damit er eine bessere Ausgangslage im Ranking erhält.

Ist die Fachkraft interessiert – „Bewerber“ wäre hier der falsche Ausdruck, denn das ist in diesem Fall ja der Arbeitgeber – wird sie sich zu einem Interview über Skype zur Verfügung stellen und im allerbesten Fall kommt es zu einer Anstellung. Kündigungsfristen gibts hier eigentlich nicht. Das heisst, der Vertrag wird unterzeichnet und die Person startet in den nächsten paar Tagen… sofern sie überhaupt auftaucht. Denn eventuell hat ja in der Zwischenzeit ein Unternehmen mehr geboten.

Die Bieterei auf Hired.com beginnt übrigens jeden Montag von Neuem, denn dann werden die neuen Profile aufgeschaltet. Von Evelyne Koller.

Mehr zum War for Talents im Silicon Valley: Einblick ins Arbeitsumfeld von Evernote 





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